Katzen schnurren nicht nur, wenn es ihnen gut geht. Schnurren signalisiert oft Trost und Vertrauen, kann für eine Katze aber auch eine Möglichkeit sein, sich in einer stressigen oder sogar schmerzhaften Situation zu beruhigen.
Erklärung
Das Gehirn sendet rhythmische Signale an die Muskeln im Kehlkopf, wodurch sich die Stimmlippen schnell öffnen und schließen. Sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen strömt Luft durch sie hindurch, wodurch die fast kontinuierliche Vibration entsteht, die wir als Schnurren hören.
Details
Am häufigsten schnurrt eine Katze, wenn sie sich ausruht, sich an einer Person reibt oder gestreichelt wird. Schnurren kann aber auch beim Tierarzt, nach einem Schrecken oder bei Unwohlsein auftreten. In solchen Momenten ist es nicht immer ein Zeichen der Freude, sondern eher eine selbstberuhigende Reaktion. Kätzchen beginnen sehr früh zu schnurren, fast so, als wollten sie ihrer Mutter beim Füttern sagen, dass alles in Ordnung ist. Manche erwachsenen Katzen verwenden auch ein besonders eindringliches Schnurren, wenn sie Futter oder Aufmerksamkeit wünschen.
Gut zu wissen
- Lesen Sie immer den Kontext: Wenn eine Katze schnurrt, aber die Ohren anlegt, sich versteckt oder einen angespannten Körper hält, sieht das nicht nach ruhiger Zufriedenheit aus.
- Nicht alle Schnurren klingen gleich: Ein Ruheschnurren kann tief und gleichmäßig sein, während eine Bitte um Essen oder Aufmerksamkeit kürzer oder anspruchsvoller klingen kann.
- Heilungseffekte sind immer noch eine Hypothese: Forscher untersuchen, ob Schnurrfrequenzen die Gewebeerholung unterstützen können, aber das ist noch nicht vollständig bewiesen.


